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realitylab.at widmet sich der Erforschung und Entwicklung neuer Medienwirklichkeiten. Wer neue Medien entwickelt, schafft neue Formen der Interaktion, neue soziale Strukturen und letztlich neue Wirklichkeiten. Mediendesign = Wirklichkeitsdesign
Ziele von realitylab:
- systematisiertes Wissen rund um Mediendesign, speziell Interface- und Interaktionsdesign,
- Setup von Forschungs- und Entwicklungsprojekten,
- Auftragsarbeiten.


Dienstag, 16. November 2004

Communities und Social Software

im Rahmen des 3. Lehrgangs für E-Business Management  / 12. Okt. 2004 von 13:30Uhr bis 18:00 Uhr

Ich freue mich darauf Sie bei der Veranstaltung kennen zu lernen. Was steht auf dem Programm:

Es geht mir darum, Ihnen verschiedene Ansätze von internetbasierter Zusammenarbeit und Kommunikation vorzustellen. Sie sollen aktuelle Softwarelösungen ebenso kennen lernen wie die zugrunde liegenden Intentionen der jeweiligen Entwickler. Der Bogen wird sich spannen vom "ganz normalen Wahnsinn" gängiger Groupware a la Lotus Notes, über die sozialen Aspekte von allgemeinen Content-Management-Systemen bis zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich von Weblogs und Wikis. Ich werde auch einige meiner eigenen Social Software Projekte vorstellen um Ihnen relevante Praxiserfahrungen zu vermitteln. Das Ziel der Veranstaltung besteht darin, Ihnen einen Überblick über jene Aufgaben und Fragen zu geben, die in einem kollaborativen Softwareprojekt auf Sie zukommen, und Sie mit den grundlegenden Lösungsansätzen vertraut zu machen.

Als einführende Literatur empfehle ich:

Einführungstext (Thomas N. Burg) zur Begriffsbestimmung, Phänomenologie und Anwendung von Social Software. 

Are You Ready for Social Software? (Stowe Boyd)

Weblogs: Ein Webkultur des Wissens (Gernot Tscherteu)

nähere Informationen zu meiner Person finden Sie auf meinem Weblog: http://www.realitylab.at/

Skriptum zur Vorlesung

bis bald, Gernot Tscherteu

9:43:40 AM    comment []

Dienstag, 05. Oktober 2004

Communities und Social Software

im Rahmen des 3. Lehrgangs für E-Business Management  / 12. Okt. 2004 von 13:30Uhr bis 18:00 Uhr

Ich freue mich darauf Sie bei der Veranstaltung kennen zu lernen. Was steht auf dem Programm:

Es geht mir darum, Ihnen verschiedene Ansätze von internetbasierter Zusammenarbeit und Kommunikation vorzustellen. Sie sollen aktuelle Softwarelösungen ebenso kennen lernen wie die zugrunde liegenden Intentionen der jeweiligen Entwickler. Der Bogen wird sich spannen vom "ganz normalen Wahnsinn" gängiger Groupware a la Lotus Notes, über die sozialen Aspekte von allgemeinen Content-Management-Systemen bis zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich von Weblogs und Wikis. Ich werde auch einige meiner eigenen Social Software Projekte vorstellen um Ihnen relevante Praxiserfahrungen zu vermitteln. Das Ziel der Veranstaltung besteht darin, Ihnen einen Überblick über jene Aufgaben und Fragen zu geben, die in einem kollaborativen Softwareprojekt auf Sie zukommen, und Sie mit den grundlegenden Lösungsansätzen vertraut zu machen.

Als einführende Literatur empfehle ich:

Einführungstext (Thomas N. Burg) zur Begriffsbestimmung, Phänomenologie und Anwendung von Social Software. 

Are You Ready for Social Software? (Stowe Boyd)

Weblogs: Ein Webkultur des Wissens (Gernot Tscherteu)

nähere Informationen zu meiner Person finden Sie auf meinem Weblog: www.realitylab.at

Skriptum zur Vorlesung

bis bald, Gernot Tscherteu

6:12:48 PM    comment []

Freitag, 27. Februar 2004

Buchbesprechung zu Armin Medoschs Buch Freie Netze und Rob Flickengers Building Wireless Community Networks.

Das kürzlich erschienene Buch von Armin Medosch ist eine exzellente Ergänzung zu Rob Flickengers Standardwerk. Letzteres ist technisch gehalten und beschreibt verschiedene Netzwerkarchitekturen und technische Lösungen; über die Konfiguration von Access-Points und HostBased Networks bis hin zur Auswahl von Antennen und Kabeln. Das Buch von Armin Medosch beschreibt im Gegensatz dazu die „soziale Software“ im Umfeld: Wie entstanden die ersten Wifi-Netzwerke und mit welcher Programmatik ist es gelungen so große und erfolgreiche Netzcommunities wie das consume.net in England aufzubauen. Vieles was bei Flickenger beschrieben wird, bekommt erst ein konkretes Bild wenn es bei Medosch in der konkreten Anwendungssituation besprochen wird. Speziell das Konzept von Host Based Access Points wurde mir erst durch das Consume.net und die Beschreibung der Mesh Boxen klar. Ebenso ihr gesellschaftliches Potential: Jeder der über einen Computer mit Wifi-Karte (oder so etwas wie eine Mesh Box) verfügt kann einen Netzwerkknoten betreiben und den Traffic in seiner Reichweite sowie den Traffic des benachbarten Knotens weiterleiten. So entsteht ein maschenzaunartiges (=mesh) Kommunikationsnetz bei dem große Telekommunikationskonzerne zunehmend an den Rand gedrängt und in letzter Konsequenz sogar überflüssig werden. Individuen agieren dabei wie professionelle Provider die gegenseitig Peering betreiben: d.h. sie tauschen Netzwerkleistungen und transportieren füreinander Traffic. Je mehr getauscht wird umso mehr sinken die Kosten für Bandbreite und umso unabhängiger wird man von einzelnen Anbietern. Es wird nicht klar inwiefern man interregionale Backbones durch diese Konzept ersetzen kann, aber zumindest für den Bereich einer Stadt wird klar, dass man nicht mehr auf die ADSL Leitung eines Telekom-Konzerns zurückgreifen muss um ein E-mail ins andere Ende der Stadt zu schicken. Da es sich um kabellose Breitbandnetze handelt sind natürlich auch Dienste wie Voice/Video over IP zu sehr geringen Kosten möglich. Es wird ferner möglich die Kosten für Internet-Anschlüsse aufzuteilen bzw. effizienter zu nutzen. Ich persönlich glaube nicht, dass Wifi eine lebensbedrohende Konkurrenz für grosse Konzerne wird, die Wifi-Bewegung zeigt aber das wachsende Potential zur Selbstorganisation von Medienstrukturen – und das ist ein Wert an sich. Das wiegt umso mehr, als wir es hier mit einem Medum zu tun haben das eine physische Netzwerkkomponente besitzt – man könnte auch sagen aus dem digitalen Rahmen gehüpft ist und damit einen neue Dimension an Autarkie erreicht hat.

Wenn man beide Bücher, einen Internetanschluss für Zusatzinfos und eine durchschnittliche technische Begabung oder entsprechende Freunde hat, kann man sich aus meiner Sicht gut gerüstet an den Aufbau eines Community Netzes wagen.

 

3:07:47 PM    comment [] - See Also:  netz=kultur WI-FI (wifi, wlan) 

Donnerstag, 20. November 2003

Die "alte" und die "neue" Macht: Communication is King . Am Wochenende haben wir liebe Freunde aus der Schweiz (Monika und Martin Roth) zu besuch gehabt und bei der Gelegenheit Schöbrunn besucht: diese alte Form der Macht hat uns beschäftigt und uns angeregt auch über neue Machtformen nachzudenken und eine Vergleich zu ziehen. ...........Ja die Idee wenn mich recht erinnere war die folgende: früher waren es die Kaiser, Könige und alle anderen "Herrscher", die Macht über die Menschen und die gesamte Gesellschaft ausgeübt haben. Diese macht ist seit der Industrialisierung immer weniger an Personen gebunden und damit unsichtbarer geworden, denn sie ist nun in den Institutionen; zunächst einmal in den staatlichen Institutionen, den Parlamenten und demokratisch gewählten "Körperschaften". Hier ist sie immer noch fassbar und man kann sagen "dieser und jener Politiker ist mächtig". Aber gerade die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre hat doch gezeigt, dass auch die Politiker immer armseliger aus der Wäsche schauen weil sie wirtschaftlichen Entwicklungen hinterherhecheln, Wo ist also die Macht hin?  zu Bill Gates, Microsoft und anderen Multis? da ist sicher was wahres dran, aber jeder Konzern ist auch abhängig von anderen und letztlich auch von den Menschen denen sie das Geld abknöpfen: dashalb stecken sie Unsummen in Marktforschung undWerbung. ....und schließlich müssen auch die Vorstände den Hut nehmen wenn das Ergebnis nicht stimmt.
Auch wenn es triviale klingt: derzeit ist es am passendsten zu sagen "Kommunikation bzw. Geld regiert die Welt". Ich mein das wortwörtlich: mächtig sind nicht so sehr die Menschen die Geld haben, weil auch sie der Logik von Kommunikation/Geld gehorchen müssen. Die Kommunikation und das Geld selbst ist zur Macht geworden. Beides hat sich verselbständigt.
Geld ist nichts anderes als eine besonder Form von Kommunikation, die den Tausch und leider auch die Akkumulation von Gütern und Wohlstand ermöglicht. Und diese form der Kommunikation dringt immer tiefer in alle Bereiche des gesellschaftlichen und selbst privaten Lebens ein und überlagert jegliche andere Form, bis auch noch der letzte Tropfen Wasser und in die letzte künsterische Regung kommerzialisiert ist.

oh kacke jetzt sind mir meine intellektuellen Pferchen durchgegangen; aber im Prinzip glaub ich schon dass da etwas wahres dran ist auch wenn ich micht nicht so sehr vorm Geld fürchte wie es nun vielleicht so  den Anschein hat  ;-) ...... Aber ich glaub dass man das Geld im Zaum halten muss, denn es gibt immer weniger Mächte (keine Könige und keine Parlamente) die ihm etwas entgegensetzen können. Das Ziel muss es sein, wichtige Bereiche des Lebens (Liebe, Bildung, Nahrung, Umwelt) so gut es geht von der Logik des Geldes freizuhalten und mit anderer Form der Kommunikation zu durchdringen.

10:01:41 AM    comment [] - See Also:  , Geld ist Macht netz=kultur 

Freitag, 24. Oktober 2003

Neues von Mr. Weinberger zum Stand der Weblogbewegung

1:29:22 PM    comment [] - See Also:  blogospheremap netz=kultur Weblogpraxis 

Donnerstag, 03. Juli 2003

Next year, the pixel is turning fifty.

Though it may seem like a more recent creation, the pixel first appeared in New Jersey in 1954, the same year that Elvis cut his first record and the transistor radio was invented. At Princeton's Institute for Advanced Study, mathematicians and engineers created the first computer graphic--and the first instance of digital typography--on a computer the size of a Manhattan apartment. (via Andrew Zolli / for Core77) full story

5:28:28 PM    comment [] - See Also:  netz=kultur 

Montag, 17. Februar 2003

Hier einige Bemerkungen zu Topicmaps, speziell zu " the tao of topic-maps "siehe eintrag vom 30. Jänner ;

Generell ist die Idee eine Topologie von Themen zu schaffen, die über verschiedene Informationsquellen rübergestülpt werden kann, natürlich äußerst interessant. Topicmaps werfen allerdings einige Fragen auf, die ich noch nicht befriedigend geklärt sehe:

  • gibt es "the one and only topic map". ist es nicht vielmehr so, dass jeder seine eigene topicmap hat.
  • Topicmaps zu definieren ist ein Prozess der zentralisiert werden muss. Ich kann mir nicht vorstellen dass er verteilt und selbstorganisiert passieren kann, weil es fragen aufwirft, wie: wer ist der chiefmapeditor
  • themenlandschaften verändern sich und diese änderungen müssten sich auch in den maps wiederspiegel. Topicmaps sind ein weiterer verzweifelter Versuch die Dinge festzuschreiben und folgen einer  - meiner Ansicht nach - gescheiterten rationalistischen Tradition (und gar nicht dem taoistischen Prinzip, das doch jede Form permanenter Festschreibung ablehnt) - Topicmaps haben für mich jedenfalls den Geruch  einer "rationalistischen Bibel": the map that explains the world.
  • was passiert mit neuen Themen: es sind doch gerade die neuen Themen die einen interessieren und die sich durch neue Stichwörter, Akronyme ankündigen. Gerade aktuelle Entwicklungen gehen in Topicmaps unter.

möglicherweise sehe ich das Potential und die Anwendungsmöglichkeiten noch nicht deutlich genug und bin deshalb dankbar für jeden hinweis. Gerade weblogs zeigen aus meiner sicht aber deutlich die vorteile von subjektiven Informationsordnungen. Jeder Log ist letztlich ein subjektiver Filter, der ein verteilte, dynamische Ordnungsarbeit erlaubt. Das Ordnen ist bei Weblogs sozusagen ein Dauerprozess; ein permanentes Filtern aus dem kontinuielich Wissen extrahiert wird; während topicmaps mit der Illusion spielen, dass Wissensmanagment in eine feste Struktur mündet, der einmal gemacht wird und dann längere - vielleicht sogar ewige - Gültigkeit hat.

5:08:17 PM    comment [] - See Also:  netz=kultur Weblogpraxis 

© Copyright 2004 Gernot Tscherteu.